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Vom Umgang mit Lynchjustiz

Fijáte 234 vom 2. Mai 2001, Artikel 9, Seite 6

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Vom Umgang mit Lynchjustiz

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, haben rund 10'000 BewohnerInnen aus zwölf Gemeinden im Departement VGIzabalNF einen Vertrag unterzeichnet, in dem sie sich verpflichten, den Rechtsstaat zu respektieren und nicht zum Mittel der Selbstjustiz zu greifen. Die Initiative wurde vom lokalen Menschenrechtsprokurator und den Nachbarschaftskomitées unterstützt. Der Vertrag wurde in Q'eqchi' geschrieben und auf VGspanischNF übersetzt.

"Wir wollen nicht, dass sich der Name unserer Gemeinden mit Blut befleckt", sagte der Bürgermeister von El Estor, Miguel Choc Bac. Seit über einem Jahr wird in den Gemeinden Bewusstseinsarbeit betrieben und die Leute werden dazu angehalten, Verbrecher und Diebe der Polizei zu übergeben. Es sei verständlich, dass der Bevölkerung manchmal der Geduldsfaden reisse, liege doch oft der nächste Polizeiposten weit und würden dort die Täter sofort wieder freigelassen, meinte Choc Bac. Die Polizei der Gemeinde El Estor sei oft gezwungen, einen Helikopter zu mieten, um innerhalb nützlicher Zeit an den Ort eines Verbrechen zu gelangen und rechtzeitig das Eingreifen der erzürnten Bevölkerung zu verhindern.


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