Die Landarbeitergewerkschaft Comité de Unidad Campesina (CUC)
Unsere Geschichte mit dem CUC
Als wir 1989 das erste Mal im Rahmen einer Jugendbegegnungsfahrt nach Guatemala fuhren, hatten wir Kontakt zur UNSITRAGUA, einem Gewerkschaftsdachverband, und über diese zum CUC. Der CUC (das Comité de Unidad Campesina, also das Komitee für die Einheit der Landarbeiter) war damals noch eine mehr oder minder klandestine Gruppierung. Anfang der 1980er Jahre, als sie nicht im Geheimen arbeiteten, wurde eine große Anzahl ihrer Leitungsmitglieder auf lokaler und nationaler Ebene von den Militärs ermordet, da ihnen vorgeworfen wurde, die Guerilla zu unterstützen. Daraufhin zogen sie sich in den Untergrund zurück, um von dort aus den Widerstand gegen die Militärdiktatur zu organisieren.
Aus dieser leidvollen Erfahrung heraus blieben sie auch nach der sogenannten Demokratisierung 1986 weiterhin im Geheimen. So kam es, dass wir unser erstes Projekt in Guatemala, einen Gesundheitsposten im Hochland von Quiché, nicht mit dem CUC, sondern mit einem lokalen Gesundheitskomitee organisierten. Erst nach einiger Zeit gaben sie sich als lokale CUC-Mitglieder zu erkennen, die die Lage der Bevölkerung vor Ort verbessern wollten.
Wir akzeptierten dieses Konstrukt und arbeiteten über viele Jahre mit ihnen zusammen. Auch jetzt noch halten wir Verbindung und unterstützen vor allem die nationale Leitung in der Hauptstadt mit kleinen Spenden zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur, ohne die sie ihre immer noch so nötige Organisations- und Bildungsarbeit nicht durchführen könnten.
Seit dem Friedensschluss 1996 ist der CUC auch aus der Klandestinität hervorgetreten. Wegen seiner Arbeit in weiten Teilen des Landes werden aber immer wieder Mitglieder und Leitende Opfer von Anschlägen, sei es durch Großgrundbesitzer, deren ungenutztes Land besetzt wird, sei es von Minengesellschaften, die das Land verwüsten, um Edelmetalle aus dem Boden zu holen ohne Rücksicht auf die dort lebende Bevölkerung.


