Home | Das Projekt | Bilder | Spenden | Hintergrund Guatemala | Impressum

Das Straßenkinderprojekt Nuestros Derechos - Movimiento Nacional de Niños

Logo des Vereins
Offizielle guatemaltekische Homepage (auf spanisch und englisch)

Kinder der Straße

Die Politik der Militärs vertrieb in den 1980er Jahren die Landbevölkerung Guatemalas aus ihren Dörfern, bei Massakern wurden Zehntausende getötet, Hunderttausende flohen, viele von ihnen in die Elendsviertel der Hauptstadt Ciudad de Guatemala. Heute gehen viele in die Stadt, weil sie auf dem Land nicht mehr überleben können.

Viele Familien verlieren in der Stadt ihren Zusammenhalt, und die Kinder geraten in den Teufelskreis von Vernachlässigung, Existenzangst und Drogenabhängigkeit. Sie überleben durch Kriminalität und Prostitution, in organisierten Banden oder auf sich allein gestellt auf der Straße. Von der Willkür der Sicherheitskräfte bedroht, wehrlos gegenüber Mord und Misshandlung, kämpfen sie täglich um ihr Überleben.

Um Kälte, Angst und Hunger zu vergessen, schnüffeln sie Klebstoff oder Lösungsmittel. Nachts schlafen sie dort, wo ihnen die Straße Unterschlupf bietet, am Boden, unter Treppen oder in Hauseingängen.

Das Projekt

Nuestros Derechos – Movimiento Nacional de Niños ist ein Straßenkinderprojekt in Guatemala Stadt. 1992 von dem Lehrer und Straßenpädagogen Carlos Toledo gegründet, bietet es Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit der Rückkehr von der Straße in ein soziales Umfeld. Die Projektarbeit umfasst mehrere Punkte:

Ein Haus für die Kinder

1995 wurde ein Haus angemietet, in dem gleichzeitig etwa 30 Straßenkinder zusammen wohnen können. Hier müssen sie im täglichen Arbeitsablauf Verantwortung übernehmen (wie Kochen, Putzen, Waschen). Damit wird ihnen die Gelegenheit gegeben, sich selbstständig und eigenverantwortlich um ihr Leben zu kümmern.

Nicht nur ein Dach über dem Kopf

Voraussetzung für die Aufnahme ist es, dass die Kinder und Jugendlichen aus eigenem Willen die Straße verlassen und ihr eigenes Leben wieder verantwortungsvoll in die Hand nehmen wollen. Dazu gehört als erster Schritt, keine Drogen mehr zu nehmen, aber auch der Wille, Arbeit zu suchen, wieder in die Schule zu gehen oder eine Ausbildung zu machen.

Etwa sechs Monate bleiben die Kinder und Jugendlichen im Haus. In dieser Zeit sollen sie sich stabilisieren und werden von den Mitarbeitern des Projektes intensiv betreut.

Bei Mädchen mit eigenen Kindern ist es wichtig, sie in ihrem Verantwortungsbewusstsein für ihre Kinder zu fördern.

Verlassen die Jugendlichen nach sechs Monaten das Haus, werden für sie andere Unterbringungsmöglichkeiten gesucht. Sie werden auch anschließend weiter betreut.

Beschreibung des Straßenkinderprojekts im PDF-Format (163 kByte)
Straßenkinder in Guatemala-Stadt: Bilder von Dries Robberechts



Home | Das Projekt | Bilder | Spenden | Hintergrund Guatemala | Impressum